Die Nase (Chondrostoma nasus, L.) ist Fisch des Jahres 2015
Foto von Clemens Ratschan

Österreich hat eine neue Fischart!

09. März 2015; von Manuel Hinterhofer

Wissenschaftlern der Universität für Bodenkultur Wien und der Karl-Franzens-Universität Graz ist der Nachweis einer neuen Art in der Oberen Mur geglückt! Thomas Friedrich vom Institut für Hydrobiologie und Gewässermanagement bezeichnet den Fund "sowohl aus ökologischer als auch taxonomischer Sicht als sensationell". Aufgrund der auffälligen, smaragdgrünen Färbung der Adulttiere, erhielt diese Gründlingsart den Namen Smaragdgressling.

Nach aktuellem Wissensstand ist der Smaragdgressling als endemische Reliktart für Österreich zu bezeichnen. Neben der letzten größeren Population des Huchens als wichtiges FFH-Schutzgut der Mur gibt es mit dem Smaragdgressling somit eine weitere Art für deren Erhaltungszustand Österreich unmittelbar verantwortlich ist.

Eine erste Beschreibung des Smaragdgresslings erscheint in der nächsten Ausgabe Österreichs Fischerei (Heft 4, April 2015):

Thomas Friedrich, Christian Wiesner, Günther Unfer, Kurt Pinter, Daniel Daill, Lukas Zangl und Stephan Koblmüller (in prep.). Eine neue, unbeschriebene Gründlingsart der Gattung Romanogobio in der Oberen Mur - Eine erste Beschreibung anhand morphologischer Merkmale und DNA-Barcodes. Österreichs Fischerei, Heft 4, April 2015.

Entwurf des 2. Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplans veröffentlicht

Der Entwurf zum 2. Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan (NGP) wurde am 16. Jänner veröffentlicht. Sie finden den Entwurf sowie weiterführende Dokumente und Informationen unter http://wisa.bmlfuw.gv.at/.

Die Öffentlichkeitsbeteiligung zu diesem Planungsdokument hat offiziell am 21. Jänner 2015 mit der Informationsveranstaltung [wasser:dialog] in Wien begonnen.
Der Entwurf zum  2. Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan wird zeitgleich mit dem Entwurf des 1. Hochwasserrisikomanagementplans einer Öffentlichkeitsbeteiligung unterzogen.
Stellungnahmen können vom 21.Jänner bis 21.Juli 2015 abgegeben werden.

Buchneuerscheinung: Österreichs Donau

Das kürzlich erschienene Buch erzählt die Geschichte der Donau als einzigartiges Ökosystem und als Lebens- und Wirtschaftsraum des Menschen.

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Die Nase ist "Fisch des Jahres 2015"

Da die Nase hohe Ansprüche an ihren Lebensraum stellt und im Frühjahr oft weite Wanderungen zu den Laichgründen unternimmt, reagiert sie besonders empfindlich auf hydromorphologische Beeinträchtigungen. Die menschliche Überprägung vieler Flüsse und Bäche durch Wehranlagen, Uferverbauungen und Laufbegradigungen haben dazu geführt, dass Österreichs Nasenbestände bereits stark zurückgegangen sind; in manchen Haupteinzugsgebieten sind sie sogar völlig erloschen.

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Tagung zum 2. NGP
24. April (Wien)

Seminarreihe zum 2. NGP
05. Mai (Innsbruck)
07. Mai (Klagenfurt)
12. Mai (Linz)
13. Mai (Tulln)

Tagung f. Sachverständige
27. - 29. Mai (Wien/NÖ)