Fische müssen wandern können!

Eine DVD stellt vier erprobte Typen von Fischaufstiegshilfen in Österreich vor.
Quelle: BMLFUW, Abteilung IV/3 - Nationale und internationale Wasserwirtschaft

Fast alle Fischarten müssen, um überlebensfähige Populationen erhalten zu können, während ihres Lebenszyklus, wandern; sei es um Nahrungsgründe und Laichplätze aufzusuchen oder Winterquartiere zu erreichen.

Verbauungen wie Wehre, Rampen zur Sohlstabilisierung oder Geschiebeabstürze, die durch Menschenhand geschaffenen wurden, zerschneiden die Fließgewässer in unüberwindbare Abschnitte. Durch die fehlende Durchgängigkeit sind bis heute fast 40% der ursprünglich bei uns heimischen Fischarten ausgestorben, weitere 18% gelten als gefährdet.

Durchgängig passierbare und vernetzte Gewässer sind die Basis für sich selbst erhaltende Fischpopulationen. Somit ist die Wiederherstellung der Gewässerdurchgängigkeit ein zentraler Punkt im ökologischen Gewässermanagement, das in weiterer Folge den „guten ökologischen Zustand“ nach EU-Wasserrahmenrichtlinie für die Gewässer zum Ziel hat.

Schon vor einigen Jahrzehnten wurde in Österreich damit begonnen, Fischaufstiegshilfen zu errichten. Mittlerweile ist klar geworden, dass lediglich 50% dieser Wanderhilfen ausreichend funktionieren.

Das BMLFUW hat bereits einen eigenen Leitfaden zum Bau von Fischaufstiegshilfen publiziert, der Kriterien für die Planung und den Bau festlegt. Die aktuelle DVD, die in Kooperation mit der Firma „orca“ entstanden ist, beschreibt vier funktionstüchtige Typen von Fischaufstiegshilfen. Schlüsselelemente für die Funktion der Aufstiegshilfen sind Auffindbarkeit und Passierbarkeit, damit Fische ins Oberwasser der Flüsse gelangen können.

Bestellung der DVD unter: broschuerenservice-wasserbmlfuw.gvat