Die Elritze (Phoxinus phoxinus, L.)
Foto von Clemens RATSCHAN

Eine der bedeutendsten Protagonistinnen wissenschaftlicher Arbeiten ...

Eine der bedeutendsten Protagonistinnen wissenschaftlicher Arbeiten steht erneut im Rampenlicht der Öffentlichkeit.

Wer kennt sie nicht, die zumeist als sehr gesellig beschriebene und zu den kleinsten Karpfen unserer Süßgewässer gehörende ELRITZE. Sie trägt ferner Namen wie IRLITZE, PFRILLE oder ELLERLING. In Brehms Thierleben werden allein für den deutschsprachigen Raum vierzig Namen angeführt. Diese Vielfalt an Namen zeigt wie populär und weit verbreitet diese Art ist.

Einst war die Elritze eine Massenfischart: "Schwärme dieser munteren Fische […] an seichten Uferstellen des Wolfgangsees zu beobachten, war uns eine Quelle des Vergnügens, so wie man sich freut alte Bekannte anzutreffen und ein Stündchen mit ihnen zu verbringen", berichtet Karl v. FRISCH 1941.
Heutzutage bleibt uns dieses Vergnügen leider oft verwehrt. Denn ihre Verbreitung und ihre Bestände sind vielerorts im Rückgang begriffen. Grund dafür ist die durch den Menschen herbeigeführte Verschlechterung der natürlichen Lebensräume: Dazu zählen unter anderem die Regulierung der Fließgewässer und Seeufer, die Errichtung von Querbauwerken und das daraus resultierende Geschiebedefizit, sowie der Eintrag von Feinsedimenten in die Gewässer und die Verbreitung von standortfremden Fischarten.